50 Jahre Bockwiese - Erinnerungen von Kurt Bösch

PICT0004Von Kurt Bösch, unserem ältesten, noch aktiven Mitglied:

 

Ich möchte an 50 Jahre Bockwiese erinnern, beginn auf der Bockwiese war 1964, die Platzgenehmigung kam 1966.

 

1955 bis 1957 wurden parallel zwei Flugzeuge vom Typ Möve gebaut: eine "Segelmöve" und eine "Motormöve". Man wusste aber auch: die Motomöve konnte auf dem Roßfeld nicht starten und landen. So wurde die Motormöve trotz knappem Geld auf dem Flugplatz Echterdingen untergestellt. Der damalige Vorstand Gerhard Detzel und Professor Alfred Fritsch verhandelten mit dem französischen Kommandanten vom Truppenübungsplatz Münsingen. Er erlaubte die kostenlose Unterstellung der Motormöve auf dem Landeplatz Magolsheim.

1962 wurde die Einstellung der Motormöve allerdings gekündigt. Da Start und Landung auf dem

Roßfeld nicht möglich war, wurde sie im Oktober 1962 an die Flugsicherungsgruppe Echterdingen verkauft.

 

Die Segelmöve mit dem Taufnamen "Jumbo" wurde bereits 1959 verkauft, da die Flugleistungen nicht den Erwartungen entsprachen. Im Rahmen eines viertägigen Ausflugs wurde das Flugzeug von Heinz und Kurt Bösch nach Werdol bei Lüdenscheid überführt. Dort wurde in das Flugzeug ein Motor eingebaut.

 

Am 21. Oktober 1962 wurde als Ersatz für die Motormöve eine PA 18 mit 90 PS gekauft.
1964 wurde vom Luftsportverein Metzingen eine Morane erworben.

Im August 1964 wurde mit dem Bau der zweiten Halle begonnen, die im Mai 1965 fertiggestellt wurde. Motorflieger wie auch die Segelflieger haben beim Hallenbau tatkräftig mitgeholfen. In der neuen Halle wurden ein Motospatz der Firma Scheibe "Radl-Daddl" und die PA 18 untergestellt.

  

Desgleichen waren wir Segelflieger 1969 bei dem Hallenbau auf der Bockwiese dabei, dafür wurden 6 Segelflieger zu einem 3 Tägigen Fliegerausflug nach Wien eingeladen.

In den damaligen Versammlungen wurden die Klimatischen Verhältnisse der Wintermonate angesprochen. So suchte man einen Platz im Tal der länger und früher beflogen werden konnte, sowie für absaufende Segelflugzeuge eine Landemöglichkeit bot. Vorstand G. Detzel und E.Rühle führten Verhandlungen mit dem Neuhäuser Bürgermeister Ruoff wegen dem Gelände Bockwiese.

Unser Mitglied Rolf Schober, der damals bei der Firma Brodbeck tätig war, war zum zweiten Mal im Großeinsatz mit den Maschinen der Firma auf der Bockwiese: es mussten Bäume gerodet sowie große Erdhügel eingeebnet werden. Jahre zuvor hatte Rolf Schober schon mit Großgeräten der Firma Stumpp aus Stuttgart, die am Hofbühl Neuhausen die Umlegung machten, die obere Startstelle abgetragen, um das Gefälle geringer zu machen.

 

Es ist jetzt 54 Jahre her, dass es den Almabtrieb gibt.
Nach dem Fertigstellen der 1. Halle auf dem Roßfeld konnten die Flugzeuge nach dem Flugbetrieb in der Halle belassen werden. Anfang November wurden die Flugzeuge auf Hänger verladen, die alle Talwärts standen (Manche kennen ja meinen Beruf aus dem Allgäu). Ich sagte "jetzt machen wir einen Fliegeralmabtrieb".

 

 


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